Li-ION Kalkulatorr von Linde
Lohnen sich Lithium-Ionen-Batterien?

Lithium-Ionen-Rechner

Lithium-Ionen-Batterien bieten im Vergleich zu Blei-Säure-Batterien viele Vorteile für Anwender, zum Beispiel schnelles Zwischenladen, kontinuierliche Leistung und eine hohe Energieeffizienz – ohne aufwändige Batteriewechsel und zusätzliche Infrastruktur. Doch ob sich die Technologie für den jeweiligen Einsatzbereich lohnt, entscheidet sich individuell in jedem Einzelfall. Auf der World of Material Handling stand Christoph Englert, Produktmanager Li-ION bei Linde, Rede und Antwort zu der Frage, wie Linde Unternehmen bei der richtigen Entscheidung hilft.

Christoph Englert, Produktmanager Li-ION bei Linde Material Handling

Christoph Englert, Produktmanager Li-ION bei Linde Material Handling

Herr Englert, was antworten Sie in der Regel auf die Frage, ob sich Lithium-Ionen-Batterien lohnen?

Dass das vom Einzelfall abhängt. Und genau den schauen wir uns mit dem Lithium-Ionen-Rechner an. Er bildet ein wichtiges Element in unserem Beratungsprozess. Wir haben dem Kunden in der Regel bereits unser Produktportfolio und ein paar Anwenderberichte gezeigt. Nun geht es darum, die individuelle Situation des Kunden genau zu analysieren.

Wie funktioniert das Tool und was genau wird dabei berechnet?

Wir können mit dem Rechner den Anwendungsfall beim Kunden genau simulieren, also welches Fahrzeug, welche Batterie und welches Ladegerät setzt er ein, über wie viele Schichten, mit welchen Pausen und wann treten Belastungsspitzen auf. Das Tool zeigt zunächst, wie der Energieverbrauch während der Schichten verläuft und an welchen Stellen Ladevorgänge notwendig sind. Dabei sieht man immer den direkten Vergleich zwischen Blei-Säure- und Lithium-Ionen-Batterien und ob der jeweilige Batterietyp und das Ladegerät für den individuellen Einsatzzweck ausreichen, oder ob viele Batteriewechsel oder lange Ladevorgänge notwendig sind.

Und wie kommt der Kunde letztendlich zu einer Entscheidung?

Hierzu hinterlegen wir die Energiekosten, aber auch die Personalkosten für den Batteriewechsel bei Blei-Säure-Batterien sowie die dazugehörigen Wasserkosten. Ein Blick auf die Gesamtbetriebskosten zeigt dann, welche Kosten sich durch den Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien sparen lassen.

Wie hoch sind die gesparten Kosten in der Regel?

Bei zwei wegfallenden Batteriewechsel könnte eine mögliche Gesamtersparnis beispielsweise rund 7,50 Euro am Tag betragen. Aufs Jahr hochgerechnet und beim Einsatz von beispielsweise drei Fahrzeugen sind wir hier je nach Einsatztagen bereits bei über 7.500 Euro jährlich.

Doch die Anschaffungskosten für Lithium-Ionen-Batterien sind deutlich höher als für Blei-Säure-Batterien. Wie beantworten Sie die Frage nach dem Return-on-Investment?

Den liefert das Tool gleich mit. Hier fließen die Anschaffungskosten mit ein, aber zum Beispiel auch etwaige Kosten für eine Zweitbatterie, wenn das Fahrzeug durchgehend über mehrere Schichten eingesetzt werden soll sowie die Wartungskosten. Nach hohen Anfangskosten machen sich die geringeren laufenden Kosten deutlich bemerkbar. In der Regel hat eine Lithium-Ionen-Batterie bereits nach rund dreieinhalb Jahren den Break-Even erreicht. Individuell für den Kunden – Christoph Englert erklärt warum mithilfe des Lithium-Ionen-Rechners die Entscheidung leichter fällt!